Nachricht
  • 02
  • Sep
  • 2015

Flüchtlingspolitik ist auch Sozialpolitik

Wenn viele Men­schen das Gefühl haben, die Kon­trolle über ihr gemein­sa­mes Leben zu ver­lie­ren und in der Poli­tik keine Reso­nanz für ihre Sorge zu fin­den, muss man sich Sor­gen machen, was man über­hört oder nicht rich­tig erkannt hat. Weil schwa­che Wahl­be­tei­li­gung wie auch Gewalt­ta­ten gegen Fremde auch eine Art ver­zwei­fel­ter Hil­fe­rufe sind, um wahr­ge­nom­men zu wer­den. Des­halb haben die Gewalt­ta­ten mit frem­den­feind­li­chen, ras­sis­ti­schen Moti­ven vor allem mit den Tätern und kei­nes­wegs mit der gro­ßen Anzahl der Flücht­linge was zu tun. Dass kann man auch daran erken­nen, dass z.B. in Sach­sen deut­lich weni­ger Flücht­linge als im Bun­des­durch­schnitt unter­ge­kom­men sind. In einer Gegend, wo das Kol­lek­tiv viel zählte und die Hei­mat­ge­fühle und Tra­di­tio­nen wich­tig waren, sind nahezu alle gesell­schaft­li­chen Bin­de­kräfte brü­chig gewor­den. Flücht­lings­po­li­tik ist daher auch Sozialpolitik.

Dass es immer noch als Ver­wal­tungs­auf­gabe ange­se­hen wird, zeigt, wie weit die aktu­elle Poli­tik von dem ent­fernt ist, was die Men­schen und ihren All­tag bewegt. Des­halb ist Europa noch unfä­hig, eine gemein­same Hal­tung dar­auf zu for­mu­lie­ren. Immer wenn an Euro­pas Außen­gren­zen, allen voran Ita­lien und Grie­chen­land tau­sende von Flücht­lin­gen mit Ihrem Leben in einer Plas­tik­tüte stran­den, sind die Ver­ant­wort­li­chen auf Urlaub oder wis­sen nichts bes­se­res, als ande­ren Beleh­run­gen zu erteilen.

Kommentare
  • 31
  • Oct
  • 2018
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  • Josip Juratovic, MdB
    „Europa ist mehr als Euro-Rettung!“ heißt ein Artikel von mir, kürzlich veröffentlicht in der Berliner Republik. In den Zeiten der Eurokrise ist es wichtig, sich zu erinnern, dass wir Europäer nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern vor allem eine Wertegemeinschaft sind.Und dieses Gefühl einer gelebten Wertegemeinschaft muss gepflegt werden und den Gegenpol bilden zu den Schwierigkeiten, die uns derzeit die Wirtschaftskrise auferlegt. Wir müssen aber auch für mehr soziale Sicherheit und gute Beschäftigung sorgen, damit die Europäische Union weiterhin eine Erfolgsgeschichte bleiben kann.
    13 December 2012
  • Katharina Stemberger & Fabian Eder
    Veranstaltungen wie die Eure sind von unschätzbarem Wert, weil sie uns zusammenbringen und die Gesprächskultur fördern, das Interesse aneinander stärken und zum gegenseitigen Verstehen beitragen. Neben der Freude über die vielen Besucher und die angeregten Gespräche, die uns gezeigt haben, dass es ein Europa der Menschen keine Utopie ist, haben wir vor allem die Erkenntnis mit nach Hause genommen, dass man unterschiedliche Standpunkte und Meinungen nicht als einander auszuschließende Hindernisse fürchten muss, sondern vielmehr als bereichernde Vielfalt sehen darf. Dafür wollen wir ganz herzlich „Danke“ sagen und wünschen Euch noch viele solcher Veranstaltungen und Diskussionen!
    19 November 2012
  • Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär
    Eine konstruktive Gesprächskultur zwischen Deutschland und Griechenland entwickelt sich. Wer einen Beitrag leisten kann, soll dies tun. Es ist im Sinne eines Europas des Miteinanders - eines stabilen Europas mit vielen Chancen für seine Menschen. Das Kleine, was du tust ist viel - hat Albert Schweitzer gesagt.
    29 October 2012
  • Anni Podimata, Vice-President of the European Parliament
    Η αλλαγή του κλίματος για την πατρίδα μας στη Γερμανία είναι πραγματικά το ζητούμενο και σας συγχαίρω για την πρωτοβουλία σας να προβάλλετε το συγκεκριμένο ντοκιμαντέρ για την "άλλη", τη δημιουργική, πλευρά της Ελλάδας.
    29 October 2012
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Die Initiative

Wenn wir was wol­len, dann die Men­schen wach­rütteln, die hin­ter die Dinge sehen möch­ten. Respekt und Würde im zwischen­mensch­lichen Mit­einander stär­ken und eine dar­auf basier­ende Diskussions­kultur anre­gen. Denn Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt.