• 06
  • Mrz
  • 2013

Vor den Trümmern der Austeritätspolitik

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Run­ter mit den Aus­ga­ben, den Pen­sio­nen, den Sozi­al­leis­tun­gen, der Zahl der Staats­be­diens­te­ten, den Min­dest­löh­nen und rauf mit den Steu­ern und Abga­ben – nur so kann der Staats­haus­halt vor dem Sturz in den Ruin bewahrt wer­den! So war das, so musste es sein, und genauso for­mu­lier­ten es auch alle, mit Aus­nahme von ein paar popu­lis­ti­schen Rand­grup­pie­run­gen und ori­gi­nel­len Öko­no­men. Diese Poli­tik, so hört man seit über zwei Jah­ren, sei „selbst­ver­ständ­lich“ und „alter­na­tiv­los“, aber nur eins ist nur gewiss: Sie ist weder das eine noch das andere!

 

Plötz­lich ist es aber mit der Selbst­ver­ständ­lich­keit dahin, und schuld daran sind die Ita­lie­ner. Sie haben es bei den Par­la­ments­wah­len als Erste gewagt, den Geg­nern des Spar­kur­ses genü­gend Macht zu geben, um eine Fort­set­zung der Aus­te­ri­täts­po­li­tik zu sabo­tie­ren. Pier Luigi Ber­sani, der das Bud­get brav wei­ter zu kon­so­li­die­ren ver­sprach, bekam gerade genü­gend Stim­men, um doch nicht wirk­lich regie­ren zu kön­nen. Und die wah­ren Sie­ger: der Alt-Ministerpräsident Sil­vio Ber­lus­coni und der Anti-Politiker Beppe Grillo – beide über­zeugte Wider­sa­cher der Spar-Ideologie euro­päi­scher Prä­gung. Seit­her herrscht Panik. Was, wenn Ita­lien auf das Spa­ren pfeift?

 

Ernst zu neh­mende Öko­no­men, war­nen vor einer Fort­set­zung der Radi­kal­kur des Spa­rens war­nen. Peter Bofin­ger zum Bei­spiel, einer der fünf Wirt­schafts­wei­sen warnt seit Lan­gem davor, dass das Spa­ren die Krise ver­stärke, weil dadurch das Wachs­tum gebremst werde, und hält die dras­ti­schen Maß­nah­men, die etwa von der EU-Troika in Grie­chen­land durch­ge­setzt wur­den, für schädlich.

Das Sparefroh-System hat einen Namen: Angela Mer­kel. Die Euro-Rettung, wie wir sie ken­nen, ist zu einem gro­ßen Teil ihr Werk. Sehr tref­fend kom­men­tierte die „Die Zeit“ das ita­lie­ni­sche Wahl­er­geb­nis mit dem Titel „Ita­lien hat Mer­kel abgewählt“.

  • 08
  • Feb
  • 2013

Vielfalt ist Miteinander statt Nebeneinander

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Um tadel­lo­ses Mit­glied einer Schaf­herde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein.“ sagte Albert Ein­stein. Unsere Gesell­schaft ist in ihrer Zusam­men­set­zung in jeder Hin­sicht viel­fäl­ti­ger und bun­ter gewor­den. Und Viel­falt ist mehr als Deutsch und Inter­na­tio­nal, Alt und Jung, Män­ner und Frauen – Viel­falt ver­läuft kreuz und quer zu die­sen Unterscheidungen.

 

Aller­dings, wahr­ge­nom­men wird sie durch Wert­schät­zung. Denn, erst durch die Wert­schät­zung für ein­an­der sind wir in der Lage, die Viel­falt als Poten­zial anzu­se­hen. Anders­ar­tig­keit zu zulas­sen, zu akzep­tie­ren und in den All­tag einzubinden.

 

Wie gehen wir mit der zuneh­men­den Viel­falt an Kul­tu­ren, Ansich­ten, Lebens­sti­len und Lebens­ent­wür­fen um? Das hängt mit der inne­ren Hal­tung ande­ren gegen­über zusam­men; ist mit Respekt, Wohl­wol­len und Akzep­tanz ver­bun­den und drückt sich in Zuge­wandt­heit aus.
Das Ver­ständ­nis für Anders­ar­tig­keit ist kein Selbst­läu­fer – es sind nicht nur die gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, son­dern auch das eigene Ver­hal­ten gefragt. Letz­ten Endes, auch bei den bes­ten for­ma­len Bedin­gun­gen – es sind immer Men­schen, die Ent­schei­dun­gen tref­fen. Und jeder Mensch hat bewusste und unbe­wusste Wahr­neh­mungs­fil­ter, die seine Ent­schei­dun­gen beeinflussen.

 

Viel­falt ist „mit­ein­an­der statt über­ein­an­der reden“. Gelebte Viel­falt ist Mit­ein­an­der statt Neben­ein­an­der. Das ist die Kern­bot­schaft unse­rer Initia­tive. Für eine Kul­tur des Mit­ein­an­ders, die Unter­schied­lich­keit und Viel­falt nicht als Pro­blem, son­dern als Chance und Mehr­wert ver­steht. Schließ­lich soll­ten wir den Zusam­men­halt unse­rer Gesell­schaft nicht der „Schaf­herde“ überlassen!

 

6. FEB 13//Dimitrios Margonis

 

  • 05
  • Jan
  • 2013
Man sollte sich aber über die gemeinsamen Werte in Europa Gedanken machen. //

Der Euro ist die Lösung, nicht das Problem!

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Es wurde und wird viel über die Zukunft des Euro dis­ku­tiert, doch wurde das Feld mehr den “Wut­öko­no­men” und ihren “Alles­wis­sern” über­las­sen. Von lau­ter Wut und Halbin­for­ma­tion wird so man­ches als Defekt des Euro bzw. der unzu­rei­chen­den Leis­tungs­fä­hig­keit und Reform­be­reit­schaft der “Süd­län­der” ange­se­hen, was in Wirk­lich­keit die Folge eines welt­wirt­schaft­li­chen Erd­be­bens ist.

 

Getreu dem Moto unse­rer Zeit - man sieht zwar über­all hin, aber nir­gends hin­ein - wird kaum das Pro­blem erkannt, dass die Wirt­schaft nicht mehr nach­hal­tig wach­sen kann, wenn die Ein­kom­mens­ver­tei­lung unge­rech­ter wird! Mit ande­ren Wor­ten, die Spal­tung der Gesell­schaft bedroht unsere Zukunft, wie der Nobel­preis­trä­ger Joseph Stiglitz in sei­nem Buch schreibt. Ja, die hohen Staats­de­fi­zite sind in wei­te­rer Folge nichts ande­res als die feh­lende Kauf­kraft der vom Wirt­schafts­wachs­tum abge­kop­pel­ten Arbeit­neh­mer. Davor ver­schließt man gerne die Augen, nicht zuletzt weil man immer noch meint, mit einer D-Mark wäre das alles bes­ser. In den Köp­fen vie­ler Bür­ger hält sich die Über­zeu­gung fest, dass der Euro nur Nach­teile gebracht hat und dass man “die Zahl­meis­ter der Union” wäre, die für die Ver­feh­lun­gen “ande­rer” auf­zu­kom­men hätten.

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  • 22
  • Nov
  • 2018
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  • Josip Juratovic, MdB
    „Europa ist mehr als Euro-Rettung!“ heißt ein Artikel von mir, kürzlich veröffentlicht in der Berliner Republik. In den Zeiten der Eurokrise ist es wichtig, sich zu erinnern, dass wir Europäer nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern vor allem eine Wertegemeinschaft sind.Und dieses Gefühl einer gelebten Wertegemeinschaft muss gepflegt werden und den Gegenpol bilden zu den Schwierigkeiten, die uns derzeit die Wirtschaftskrise auferlegt. Wir müssen aber auch für mehr soziale Sicherheit und gute Beschäftigung sorgen, damit die Europäische Union weiterhin eine Erfolgsgeschichte bleiben kann.
    13 December 2012
  • Katharina Stemberger & Fabian Eder
    Veranstaltungen wie die Eure sind von unschätzbarem Wert, weil sie uns zusammenbringen und die Gesprächskultur fördern, das Interesse aneinander stärken und zum gegenseitigen Verstehen beitragen. Neben der Freude über die vielen Besucher und die angeregten Gespräche, die uns gezeigt haben, dass es ein Europa der Menschen keine Utopie ist, haben wir vor allem die Erkenntnis mit nach Hause genommen, dass man unterschiedliche Standpunkte und Meinungen nicht als einander auszuschließende Hindernisse fürchten muss, sondern vielmehr als bereichernde Vielfalt sehen darf. Dafür wollen wir ganz herzlich „Danke“ sagen und wünschen Euch noch viele solcher Veranstaltungen und Diskussionen!
    19 November 2012
  • Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär
    Eine konstruktive Gesprächskultur zwischen Deutschland und Griechenland entwickelt sich. Wer einen Beitrag leisten kann, soll dies tun. Es ist im Sinne eines Europas des Miteinanders - eines stabilen Europas mit vielen Chancen für seine Menschen. Das Kleine, was du tust ist viel - hat Albert Schweitzer gesagt.
    29 October 2012
  • Anni Podimata, Vice-President of the European Parliament
    Η αλλαγή του κλίματος για την πατρίδα μας στη Γερμανία είναι πραγματικά το ζητούμενο και σας συγχαίρω για την πρωτοβουλία σας να προβάλλετε το συγκεκριμένο ντοκιμαντέρ για την "άλλη", τη δημιουργική, πλευρά της Ελλάδας.
    29 October 2012
Your Shout

Die Initiative

Wenn wir was wol­len, dann die Men­schen wach­rütteln, die hin­ter die Dinge sehen möch­ten. Respekt und Würde im zwischen­mensch­lichen Mit­einander stär­ken und eine dar­auf basier­ende Diskussions­kultur anre­gen. Denn Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt.